Das Quartett

Das Repertoire

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       20 Jahre Berner Flötenquartett

Das war vor 5 Jahren. Also: 25 Jahre - also: Ein neues Projekt? Ein neues Projekt! In Auftrag sind zwei neue Kompositionen: eine eher jazzige (Daniel Schnyder)  und eine mit Harfe (Daniel Froidevaux).  Die Auftritte sind noch nicht konkret, können aber hoffentlich bald aufschaltet werden. Freuen Sie sich!

 

   
    Kommentar der Tageszeitung "Der Bund"
vom 23. Sept. 2004


 

Kommentar der "Berner Zeitung"
vom 1. Okt. 2004


Collage aus dem Probealltag... Zensuriert.

Wir feiern mit der Herausgabe einer Doppel-CD:

Hier können Sie die CD für Fr. 42.- bestellen: luc@reichel.ch

Disc 1: Für traditionelle Ohren:
Thomas Tomkins, Samuel Scheidt, Joseph Bodin de Boismortier, W.A. Mozart, Ludwig van Beethoven,


Disc 2: Für mutigere Ohren:
Klaus Sonnenburg*, Jost Meier*, Nicholas Sackman*, Joseph Lauber, Pierre Max Dubois, Ingolf Dahl, Claude Debussy
* Für das Berner Flötequartett komponierte Stücke.

Fabienne Sulser
Marianne Hübscher
Jean-Luc Reichel
Gerhard Schertenleib

 

Kontakt:

J-L. Reichel, Steinauweg 27, CH-3007 Bern
tel: +41 +31 371 98 36
fax: +41 +31 371 98 34
mail:
luc@reichel.ch

home (www.reichel.ch)

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Das Berner Flötenquartett

Das Ensemble wurde 1984 von Heidi Indermühle ins Leben gerufen. Seine heutige Besetzung besteht seit 1998.
Auf Grund der gemeinsamen Ausbildungsbasis sind die musikalischen und klanglichen Vorstellungen der vier Künstler ähnlich. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel, und trotzdem kann jeder Spieler seine Individualität zeigen.

Die vier Flötisten sind als Orchestermusiker tätig, treten als Solisten auf, konzertieren in Kammerensembles und
unterrichten an verschiedenen Musikschulen rund um Bern.

Das
Repertoire des BFQ reicht von der Renaissance bis zur heutigen Zeit. Es ist den Musikern ein Anliegen, Werke von zeitgenössischen Komponisten zu interpretieren. So sind Quartette von Klaus Sonnenburg aus Bern, Nicholas Sackman aus Nottingham und Jost Meier aus Basel eigens für das BFQ komponiert und von ihm uraufgeführt werden.

 

  

 

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Repertoire Berner Flötenquartett

Beethoven Ludwig van
(1770 - 1827)
Drei Stücke für eine Flötenuhr
Adagio - Scherzo/Trio - Allegro
Benzton Niels Viggo
(*1919)
Quartetto tertio
Bois Rob du "Thalatta, Tahlatta!" für 4 Bassflöten (1984)
Boismortier Joseph Bodin de
(1691-1755)
Sonate g-moll
Adagio, Presto, Adagio, Allegro
Dahl Ingolf
(1912-1970)
Serenade

Allegro moderato, Cadenza, Canon, Pas de Quatre, Alla Marcia

Debussy Claude
(1862-1918
Arabesque I: Andantino con moto und II: Allegretto scherzando
Desportes Yvonne
(1907)
Suite Italienne (1950)
I. Roma: Campanelle - II. Firenze: La Fiorentina - III.Venezia: Piccioni - IV. Napoli: Pescatorini
Dubois Pierre Max
20. Jh.
Quatuor pour Flûtes
Fêtes - Passepied - Complainte - Tambourin
Genzmer Harald
(*1909)
Quartett
Andante - Tranquillo - Vivo - Amabile - Allegro moderato - Intermezzo - Finale
Gianella Luigi
(1750 - 1817)
Quartett G-Dur
Allegro - Andante "Nel cor più non mi sento" - Adagio non troppo - Allegro - Allegro finale
Gubaidulina Sofia
(*1931)

Flötenquartett

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Hassler Hans Leo
(1564-1612)
O Mensch, bewein dein Sünde gross
Hassler Hans Leo
(1564-1612)
Vater unser im Himmelreich
Jaros Vladislav
(1949)
Flötenquartett (1995)
I. Lento - II. Allegro - III. Andante - IV. Allegro
Lauber Joseph
(1864 - 1952)
Bilder aus Korsika, op 54
Le Maquis - Evisa - Sérénade - Méditation -
La Citadelle de Corte
Lotoss Gorch
(*1938)
"Ballette für vier Flöten"
Kanon, Symprovisation, Cappriccio
Meier Jost
(*1939)
Quattro Canti per Quattro Flauti
Meijering Chiel
(*1954)
No shit, no flies (1988)
Meijering Chiel
(*1954)
Bikini Baby
Mendelssohn Felix
(1809 - 1847)
Scherzo aus "Ein Sommernachtstraum"
Michael Frank Quartetto Sereno op. 53 (1984)
Widmung, Variazioni alla madrigalesca, Tempo di Valse, Fantasmi, Rondo capriccioso
Mozart W. A.
(1756-1791)
Ouvertüre zu "Die Hochzeit des Figaro"
Mozart W. A.
(1756-1791)
Andante F- Dur KV 616
Mozart W.A. Adagio KV 580
Praetorius Michael
(1571-1621)
Tänze aus Terpsichore
Rabboni Giuseppe
(1800 - 1856)
Quartett op. 22
Allegro - Andante - Allegro - Adagio - Allegro brillante
Reicha Anton
(1770-1836)
Quartett D-Dur
Allegro, Andante, Minuetto: Allegro Vivace, Finale: Allegro Vivace
Rimski-Korsakow Nicolai
(1844 - 1908)
Der Hummelflug

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Sackman Nicholas
(*1950)
'Koi' (Auftrag des Berner Flötenquartetts 1999)
Scheidt Samuel
(1584-1654)
Fantasie über vier Themen
Schmitt Florent
(1870-1958)
Quatuor De Flûtes
Pompeux - Vif - Lent - Avec entrain
Schneider Georg Abraham
(1770-1839)
Flötenquartett Es-Dur
Allegro, Allegretto, Finale: Allegro
Taïra Yoshihisa
(*1938)
Fu-Mon
Telemann G. Ph.
(1681 - 1767)
Konzert F-Dur
Adagio - Allegro - Grave - Allegro
Tomkins Thomas
(1572-1656)
Fünf Pavanen und zwei Galliarden
von Weber Carl Maria
(1786-1826)
Euryanthe Ouverture (1823)
Allegro marcato, con molto fuoco
Walckiers Eugène
(1793-1866)
Grosses Konzert-Quartett in fis moll op. 46
Allegro – Andante – Scherzo – Finale: Allegro Vivo
Wouters Adolph F.
(1849-1924)
Adagio und Scherzo op. 77
Tänze aus der italienischen Renaissance   Pass’e mezo del Imperator - Pavana la Gombertina - Non ti partir Dame - Balletto alemano
Tänze aus der deutschen Renaissance   Paduana - Galliarda - Paduana - Galliarda
Suite aus der Renaissance   Pavane de la guerre, Allemande, Pavane, Courante, Volte, Pavane, Ballet des feux
Luzzaschi, Guani, Grillo   Venezianische Canzonen und italienische Tänze aus der Renaissance

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"Der Bund" am 23. Sept. 2004 zur Doppel-CD:

Ein Dream Team wird 20

 

Berner Flötenquartett Alles klar. Ein Quartett bezeichnet ein Kleeblatt. Vier Stimmen, vier Spieler, vier Musiker. Im Falle eines Flötenquartetts denkt man auch an eine bestimmte Besetzung, nämlich eine vierköpfige, in der neben Streichern und Continuo eben auch eine Flöte vorkommt.
 

Das Berner Flötenquartett bildet den Sonderfall, ein reines Flötenquartett. Vier Solisten ohne Orchester, da fragt man sich zu Recht, ob das auf die Dauer gut gehen kann, denn Originalmusik für vier Flöten gibt es kaum. Und welcher Komponist ist schon so verwegen und schreibt freiwillig ein Stück für vier Flöten? «Richtig», sagt Jean-Luc Reichel, «es gibt wenig Literatur für vier Querflöten. Genau das ist unsere Chance.» Der Mangel habe dazu geführt, dass das Berner Flötenquartett (Marianne Hübscher, Fabienne Sulser, Jean-Luc Reichel und Gerhard Schertenleib), das 1984 von der Flötistin Heidi Indermühle gegründet wurde, sich auch in fremde Klanggewässer vorwagt.
Auf der Doppel-CD, dem ersten gemeinsamen Tonträger, den sich das Berner Flötenquartett zum 20. Geburtstag schenkt, lassen sich die ungeahnten Fähigkeiten des Ensembles, sein atemraubendes Zusammenspiel staunend überprüfen. Die Qualität der Darbietungen – eine Tour d’Horizon durch fünf Jahrhunderte – ist ebenso überzeugend wie das Zusammenspiel. Ein Wermutstropfen ist das magere Booklet, das dem Niveau der Interpretationen in keiner Weise standzuhalten vermag.
Gleich zu Beginn ein Kavaliersstart von null auf hundert: Das Flötenquartett, das einmal pro Woche einen Morgen zusammen übt und sich nicht nur musikalisch, sondern auch freundschaftlich verbunden fühlt, fegt los mit Rossinis Ouvertüre zu «Figaros Hochzeit» und führt von Thomas Tomkins’ feierlichen «Pavans and Galliards» (17. Jhd.) zu Beethovens «Stücken für eine Flötenuhr» und Pierre-Max Dubois’ «Quator pour flûtes» – einem bläserischen Seiltanz ohne Netz.
In der Fassung für vier Flöten gewöhnungsbedürftig (vorab für Pianistenohren) sind die zwei Arabesken von Claude Debussy: Obwohl die vier Querflöten auch hier die ineinander verschlungenen Melodielinien und virtuosen Läufe mit impressionistischer Duftigkeit ausstatten, kommt der Originalton als gültiger Massstab in die Quere.
Schillernd und mit geradezu traumwandlerischer rhythmischer Sicherheit gelingen die zeitgenössischen Kompositionen (CD 2): Zum Beispiel Klaus Sonnenburgs aberwitzige, mit mozartschen Zitaten gespickte, dieses Jahr entstandene «Suite Bernoise», Jost Meiers «Quattro Canti» aus dem Jahr 2001 oder Nicholas Sackmanns technisch-kniffliges Karpfenstück «Koi», das Bezug nimmt auf Paul Klees «Goldfisch»-Bild. Ein Meisterstück der Blaskunst: Wie aus einem Guss erklingen die Flöten, als ob nicht vier, sondern nur ein einziges Instrument am Werk wäre.

Marianne Mühlemann

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Berner Zeitung am 01.10.04

Luftige Leichtigkeit

Flötenmusik hat Seltenheitswert. Das Berner Flötenquartett setzt dem eine üppige Doppel-CD entgegen.

 

Ein Präsent zum Geburtstag, das schenkt man sich am besten selbst. Zumal wenn man sich in einem Umfeld behaupten muss, in dem das, womit man sich am liebsten beschäftigt, Seltenheitswert hat. Das Berner Flötenquartett hat Seltenheitswert. Denn dass vier Flötistinnen und Flötisten zusammen musizieren, entspricht keiner Regel. Quartette für vier Flöten sind in der Musik eigentlich nicht vorgesehen.
 

Marianne Hübscher, Fabienne Sulser, Jean-Luc Reichel und Gerhard Schertenleib bilden in Bern ein solches Quartett, und das seit mittlerweile zwanzig Jahren. Zum Geburtstag haben sie sich eine Doppel-CD geschenkt, auf der Musik aus den letzten 400 Jahren versammelt ist.
 

Neuartiges Bekanntes
 

Furios ist die Eröffnung: Mozarts Ouvertüre zu «Die Hochzeit des Figaro» strahlt vor lauter Spiellaune, Witz und Humor. So gespielt ist es wenig wichtig, dass hier kein Originalwerk, sondern eine Bearbeitung zu hören ist. Der helle Klang der Flöten bringt jene luftige Leichtigkeit, die aus Mozarts Musik spricht.
 

Fast die ganze erste CD besteht aus Transkriptionen: Renaissance-Tänze des Engländers Thomas Tomkins, mit traurigen Pavans und lustigen Gaillards, ein Bläser-Adagio von Mozart oder Beethovens Stücke für eine Flötenuhr. Debussys Arabesques, im Original für Klavier geschrieben, lösen sich durch den Klang der vier Flöten wirklich in Arabesken, sprich einzelne Linien auf – eine Version, die etwas Eigenes neben das Bekannte stellt.
 

Unanstrengend modern
 

Farbiger wirds bei den neueren Kompositionen, die auf der zweiten CD zu finden sind: Hier fächert sich die Palette von der Bassflöte bis zum Piccolo auf. Auch wenn die Kompositionen von Ingolf Dahl, Klaus Sonnenburg, Jost Meier oder Nicholas Sackman aus dem 20. Jahrhundert stammen, so richtig anstrengend wird es nicht – die Linien der Flöten behalten ihre luftige Leichtigkeit. Hier haben nun Komponisten originale Werke für vier Flöten geschrieben, und das lässt sich hören: In Sackmans «Koi», von Paul Klees Bild «Der Goldfisch» inspiriert, sind die vier Flöten als Individuen präsent und tönen doch wie aus einem Guss.

Norbert Graf
 

CD: Berner Flötenquartett (Eigenproduktion). Erhältich bei Krompholz Bern, Jecklin Bern und unter www.reichel.ch

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