Joyce-Carolyn Bahner & Nora Gyimesi

Klavier-Duo

Nächste Konzerte:

Sonntag, 22. Januar 2012,
18 Uhr Oekumenisches Zentrum
Kehrsatz

Dienstag, 8. Mai 2012
19.30 Uhr Schmiedehof
Basel

Sonntag, 13. Mai 2012
11 Uhr Hotel Bären
Langenthal

Programm:

Mendelssohn
6 Kinderstücke, Allegro Brillant
                           
Moszkowski
Spanische Tänze Op. 12
                           
Grieg
Norwegische Tänze Op. 35
                           
Grieg
Peer Gynt Suite Nr. 1

 

Kontakt:

J-C. Bahner, Steinauweg 27
CH-3007 Bern
tel: +41 +31 371 98 36
fax: +41 +31 371 98 34
mail:
joyce.bahner@reichel.ch

Frühere Konzertprogramme
 

Zeitungskritiken
 

  Joyce-Carolyn Bahner
Die gebürtige Kanadierin studierte an den Konservatorien Neuchâtel und Bern, wo sie 1986 mit dem höheren Studienausweis (Albert Schneeberger) abschloss. Sie betrieb weitere Studien bei Gérard Wyss und Clifford Benson (London) und spezialisierte sich auf Kammermusik und Liedbegleitung. Seit 1987 tritt sie nebst verschiedenen kammermusikalischen Formationen regelmässig mit dem Flötisten Jean-Luc Reichel auf und unterrichtet an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal.

Nora Gyimesi
Nora Gyimesi, in Basel geboren, erhielt ab ihrem 6. Lebensjahr Klavierunterricht. Sie absolvierte ihre Studien im Fach Klavier bei den Professoren Peter Efler, László Gyimesi und Gérard Wyss. Anschliessend ergänzte sie ihr Studium an Meisterkursen in Ungarn, Japan, Spanien, Frankreich und in der Schweiz. Ihre Konzerttätigkeit als Kammermusikerin in den Formationen Klavier-Duo, Trio, Quartett pflegt sie im In- und Ausland. Seit 1996 betreut sie ihre Klavierklasse und das Fach Kammermusik an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal.

 
 

 

 

 

 


Frühere Konzertprogramme:

Cui: Suite Miniature
Rachmaninoff: Six Pièces
Barber: Ballet Suite
Gershwin: Preludes, Cuban Ouverture

Debussy: "Petite Suite"
Pick-Mangiagalli: "Tree Miniatures"
Brahms: Ungarische Tänze, Neue Liebeslieder Walzer


Poulenc: Sonata
Ravel: Ma Mère L'Oye
Bizet: Jeux d'enfants


Grieg: Norwegische Tänze
Weiner: Elfenreigen
Moszkowski: Spanische Tänze
Anonymus: Drei Tänze aus den 30-er Jahren
Gershwin: Rhapsody in Blue

nach oben

 
     

nach oben

 

 

 

 

Zeitungskritiken:

Berner Rundschau  24.03.2004
Berner Zeitung 31.01.2004
Berner Rundschau 30.01.2004
Berner Rundschau 27.01.2004
Berner Rundschau 27.03.2003

 
 

nach oben

Berner Rundschau  24.03.2004

Langenthal

Alles andere als banal

KLAVIERKONZERT · Anspruchsvolle Darbietung

Nora Gyimesi und Joyce-Carolyn Bahner, Musikerinnen und Pädagoginnen an der Oberaargauischen Musikschule, präsentierten als Klavierduo feine Kostproben ihres Könnens im Hotel Bären. Dort lauschten etliche Klavierschüler der Pädagoginnen den Tönen.

Jana Fehrensen

Am Klavierspiel ist nichts Bemerkenswertes. Alles was man machen muss, ist, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Taste zu drücken und das Instrument spielt sich wie von selbst», meinte leicht abschätzig niemand anders als der grosse Meister Johann Sebastian Bach selbst. Es war herausfordernd, dass Joyce-Carolyn Bahner genau dieses Zitat als Einleitung des musikalisch hoch stehenden Klavierduo-Konzertes wählte. Es war an den Zuhörerinnen und Zuhörern, sich selbst eine Meinung zu diesem Satz zu bilden.

Das Konzert wurde mit Edvard Griegs «Norwegischen Tänzen Op. 35» eröffnet, die mit ihren unkonventionellen Harmonien, volkstümlichem Ton und vibrierender Farbigkeit das Ohr des Zuhörers begeisterten. Tanzend ging es mit Leo Weiners «Elfenreigen» weiter und man kam nicht umher, die beinahe schon elfenhafte Spieleleganz der beiden Pianistinnen zu bewundern. Mit den bekannten «Spanischen Tänzen» von Moritz Moszkowski begab man sich in südlichere Gefilde. Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi boten mit ihrem Spiel eine bravouröse Interpretation des spanischen Temperaments, ihre Staccati waren brillant und die Läufe perlten leicht von den Tasten ab.

Mit einer Reihe von Tänzen aus den Dreissigerjahren bereiteten Bahner und Gyimesi die entsprechende Atmosphäre für George Gershwins berühmte «Rhapsody in Blue» vor. Unruhig-aufreizend skizzierten sie mit ihrem Spiel die pulsierende Atmosphäre der Grossstadt, die verrauchten Clubs und den Mix der Kulturen - alles Elemente, die auch in Gershwins Rhapsody zum Klingen kommen. Wunderbar aufeinander abgestimmt, interpretierten Bahner und Gyimesi die kraftvolle, spiralartig sich drehende Blues-Melodie der «Rhapsody in Blue». Markant und entschieden kamen die Akkorde, rasant waren die Tempiwechsel.

Der Applaus der Zuhörer zeigte deutlich, dass ein gutes Klavierspiel eine Kunst ist, die weit über das Tastendrücken hinausgeht, und dass Nora Gyimesi und Joyce-Carolyn Bahner diese Kunst auch im Duo hervorragend beherrschen.

 

«Alles was man machen muss, ist, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Taste drücken»

nach oben


 

Berner Zeitung 31.01.2004

BZ-Oberaargau

kreuzabend

Vier Hände am Klavier

Zwei Frauen, vier Hände und ein Klavier: Am Kreuzabend spielten Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi.

Walter Gfeller

«Eigentlich sind wir vier Personen», sagte die humorvolle Künstlerin Joyce-Carolyn Bahner. Zwei Pianistinnen, die Seitenwenderin und der Physiotherapeut. Dessen Notwendigkeit machte sie gleich vor: Vierhändig spielen heisst, dauernd zur Seite wippen und der Partnerin unter und über die Hände und Füsse spielen.

Polnischer Bodensatz

Vierhändig spielten die beiden Pianistinnen Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi am Kreuzabend in Herzogenbuchsee. Zum Auftakt gabs «Norwegische Tänze» von Grieg. Über Leo Weiners ungarischen «Elfenreigen» - mit etwas kräftigen Elfen - ging die musikalische Reise nach Spanien, zu Moritz Moskowskis «Spanischen Tänzen». Durch Seguidilla-, Fandango- und Bolero-Rhythmen war aber stets der polnische Bodensatz wie aus einer Mazurka zu hören.

«Rhapsodie in Blue»

Der Höhepunkt des Klavierabends war die Version von «Rhapsodie in Blue» - ein anspruchsvolles Stück, das den beiden Pianistinnen exzellent gelungen ist. Was Nora Gyimesi und Joyce-Carolyn Bahner vollbrachten, war schlicht und einfach bewundernswert. Mit welch stupender Technik und dazu einem vibrierenden Rhythmus im Körper sie diese «Rhapsody» gleichsam zur Ekstase brachten, wird wohl noch lange dem Publikum im Ohr nachklingen. ·

 nach oben


 

Berner Rundschau 30.01.2004

Oberaargau

Zwei Pianistinnen gemeinsam an einem Flügel

HERZOGENBUCHSEE · Künstlerinnen aus der Region begeistern am fünften «Kreuz»-Abend der Saison

Einen ersten Höhepunkt der aktuellen «Kreuz»-Abende-Saison bildete der Klavierabend mit Nora Gyimesi und Joyce-Carolyn Bahner. Sie spielten vierhändig.

susanna hofer

Leicht wie die vor den Fenstern des «Kreuz»-Saales wirbelnden Schneeflocken tanzten die Hände von Nora Gyimesi und Joyce-Carolyn Bahner über die Tastatur. Mit grossem Können und viel Anmut zogen sie das zahlreich erschienene Publikum in den Bann ihrer Musik. Präzision, Konzentration und eine reiche Klangfülle kennzeichnen ihr Spiel und machen es dem Zuhörer leicht, sich auf eine andere Welt einzulassen. Und dies zu erreichen, ist allemal eine Kunst, auch wenn Joyce-Carolyn Bahner zu Beginn mit Augenzwinkern Bach zitierte: «Am Klavierspiel ist nichts Bemerkenswertes. Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu drücken, und das Klavier spielt sich von selbst.» So leicht schien dies tatsächlich zu sein, wenn die beiden Pianistinnen spielten. Auf die Besonderheiten des vierhändigen Spiels wies Bahner zu Beginn mit der Bemerkung hin, einer fehle heute Abend hier, eine wichtige Person, nämlich ihr Physiotherapeut.

Regionale Künstlerinnen

Eröffnet wurde das Konzert der auch an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal engagierten Künstlerinnen mit Edvard Griegs Norwegischen Tänzen op. 35. Eindrücklich schon zu Beginn, wie sich der Fluss der Musik auch in den harmonischen, manchmal fast synchronen Bewegungen der Musi kerinnen ausdrückte. Wer das Glück hatte, einen Platz auf der linken Seite des «Kreuz»-Saales zu besetzen, konnte staunenden Auges auch das virtuose Spiel der Hände beobachten, die äusserste Präzision, mit der «die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt» gedrückt wurde. Schnelle Wechsel der Stimmung trugen dazu bei, den Zuhörer in ein anregendes Wechselbad der Emotionen eintauchen zu lassen. Für Leo Weiners zarten und temperamentvollen «Elfenreigen» wechselten die Pianistinnen die Plätze.

Als drittes Werk folgten Moritz Moszkowskis Spanische Tänze op. 12; dann nach einer kurzen Pause ging es weiter mit «Drei Tänze aus den 30er- Jahren, Devil's Dance, Twilight Serenade und Hot Ice». Immer war zu spüren, dass die Künstlerinnen die Musik und nicht sich selber in den Mittelpunkt stellen, keine Selbstverständlichkeit, und diese Hingabe beeindruckte.

Auf dem Flügel entführt

Den Höhepunkt des Konzertes bildete schliesslich George Gershwins berühmte «Rhapsody in Blue», ein Hörgenuss sondergleichen, mit genaust dosierter Kraft gespielt. Nach einer Zugabe aus der Suite «Jeu d'enfants», «Le Bal» von George Bizet, wurden die Künstlerinnen unter langem, dankbarem Applaus verabschiedet.

Und nun wissen wir auch, warum der Flügel seinen Namen trägt: Weil er, wenn so gut gespielt wie von Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi, seine Zuhörer in ferne schöne Welten trägt.

 nach oben


 

Berner Rundschau 27.01.2004

Oberaargau

Klavierabend

HERZOGENBUCHSEE · Die Eleganz von vier Händen

Morgen findet im Rahmen der «Kreuz»-Abende ein Klavierkonzert der Extraklasse statt. Unter dem Titel «Die Eleganz von vier Händen - von Grieg bis Gershwin» spielen Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi Werke von Edvard Grieg, Leo Weiner, Moritz Moszkowski und George Gershwin.

Die beiden Künstlerinnen - sie unterrichten an der Oberaargauischen Musikschule in Langenthal - treten im «Kreuz» als Klavier-Duo mit einem Programm auf, das als frühlingshaft-launig und phantasieanregend bezeichnet werden könnte. Bemerkenswert ist die Leichtigkeit, mit der Bahner und Gyimesi die abrupten Tempiwechsel und Änderungen in den Ausdrucksarten bewältigten. Mal bewegen sich die vier Hände mit äusserster Eleganz über die Tastatur, mal muss man kurz rüber greifen oder ausweichen, und manchmal darf sich die eine oder andere Hand abseits der Tastatur kurz ausruhen. Ein faszinierendes Spiel der Hände, harmonisch und mit einer eigenen, ballettartigen Ästhetik. (mgt)

Mittwoch, 28. Januar 2004, 20 Uhr, «Kreuz»-Saal, Herzogenbuchsee.

 nach oben


 

Berner Rundschau 27.03.2003

Langenthal

Die Eleganz von vier Händen

KLAVIERMATINEE · Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi

Jana Fehrensen

Es ist nicht das erste Mal, dass Joyce-Carolyn Bahner und Nora Gyimesi - beides Lehrerinnen an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal - als Klavier-Duo im Hotel Bären auftreten. Und doch können sie ihre Zuhörer immer wieder von Neuem überraschen und begeistern. Frühlingshaft-launig, phantasieanregend, so könnte man das Programm bezeichnen, das passend zur Jahreszeit geboten wurde. Eröffnet wurde das Konzert mit einer Sonate von Francis Poulenc, die bezauberte und zugleich irritierte mit ihrer eigenwilligen, für Poulenc so typischen Musiksprache. Bemerkenswert war die Leichtigkeit, mit der Bahner und Gyimesi die abrupten Tempiwechsel und Änderungen in den Ausdrucksarten bewältigten.

Faszinierendes Spiel der Hände

Mit Riccardo Pick-Mangiagallis «Drei Miniaturen» begab man sich in eine völlig andere Musikwelt, die sich einerseits durch eine meisterhaft vollendete Form der Kompositionen, andererseits durch originelle, witzig verarbeitete Einfälle auszeichnete. Im anschliessenden märchenhaft-fantastischen, teils auf Lautmalereien basierenden Zyklus «Ma Mere l'Oye» von Maurice Ravel zeigten die beiden Pianistinnen ihr gekonntes Zusammenspiel. Mal bewegten sich mit äusserster Eleganz vier Hände über die Tastatur, mal musste man kurz rüber greifen oder ausweichen, und manchmal durfte sich die eine oder andere Hand abseits der Tastatur kurz ausruhen. Ein faszinierendes Spiel der Hände, harmonisch und mit einer eigenen, ballettartigen Ästhetik. So rückte manchmal vor lauter Konzentration auf den leichten und eleganten Tanz der Hände die Musik in den Hintergrund.

Zugabe «holt» Publikum zurück

Das Konzert schloss mit Georges Bizets «Jeux d'enfants op. 22» ab. Jede der dazugehörigen Klavierkomposition verfügte über einen eigenen Charakter und Charme. Und genau darin bestand die Herausforderung der Interpretinnen: Konzentriert zu sein, den Ausdruck und die Leidenschaft des Stückes zu treffen und zugleich flexibel zu bleiben und sich gedanklich nicht zu fixieren. Und das machten die beiden bei diesem Vorspiel nicht weniger als zwölfmal hintereinander.

Am Ende des Spielreigens war der Zuhörer fast atemlos und doch enttäuscht, dass die Klangfantasien schon zu Ende sein sollten. Zu verführerisch war der Ausflug in die eigene Kindheit, zu zauberhaft gestaltet das Klangerlebnis. Die Bravo-Rufe und der anhaltende Applaus verlangten dem Klavier-Duo eine Zugabe ab, in deren ruhig fliessendem Ton man wieder in den Alltag zurückfand.

 nach oben

 

 
 

nach oben